{"id":74,"date":"2009-06-18T22:34:19","date_gmt":"2009-06-18T20:34:19","guid":{"rendered":"http:\/\/sonicduck.de\/wappenkunde\/?p=74"},"modified":"2022-03-25T13:14:11","modified_gmt":"2022-03-25T11:14:11","slug":"von-lojewski-in-preusen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?p=74","title":{"rendered":"von Lojewski in Preu\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Auf \u00a0preu\u00dfischem Herrschaftsgebiet sind drei verschiedene von Lojewski-Geschlechter zu unterscheiden:<\/p>\n<p>1. von Lojewski, Wappenstamm &#8222;Samson&#8220; in S\u00fcdpreu\u00dfen (sp\u00e4ter Gro\u00dfherzogtum Posen) und Westpreu\u00dfen<\/p>\n<p>2. von Lojewski, Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220; in Schlesien und Westpreu\u00dfen<\/p>\n<p>3. von Lojewski in Ostpreu\u00dfen<\/p>\n<p><strong>1. von Lojewski, Wappenstamm &#8222;Samson&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?attachment_id=245\" rel=\"attachment wp-att-245\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-245\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_I-237x300.jpg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_I-237x300.jpg 237w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_I.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">Das in der preu\u00dfischen Adelsliteratur erw\u00e4hnte, im Gro\u00dfherzogtum Posen beg\u00fcterte Geschlecht (siehe oben im Siebmacher-Wappenbuch), erscheint 1715 mit Franciszek \u00a0\u0141ojewski (-1728) in Gnesen (Gniezno). Er war mit Jadwiga Ryszewska (1690-1740) verheiratet. Ihre S\u00f6hne Jakob (-1782) und Laurentius [Wawrzyniec] (1718-1792) nannten sich beide &#8222;Dzier\u017cko de \u0141ojew-\u0141ojewski&#8220;. Beide huldigten Friedrich II. (dem Gro\u00dfen) 1772 und 1775. \u00a0Sie und ihre Nachkommen besa\u00dfen zahlreiche G\u00fcter, haupts\u00e4chlich im Raum Gnesen. <\/span><\/strong><\/p>\n<p>Bisher war es unklar woher dieses Geschlecht stammt und auf welchen Ursprung sich der Name &#8222;Dzier\u017cko de \u0141ojew-\u0141ojewski&#8220; bezieht. M\u00f6glicherweise l\u00f6st die Inschrift auf dem Grabstein der Katarzyna \u0141ojewska (1769-1857), eine Tochter des Jakob von Lojewski, das R\u00e4tsel, aus der hervorgeht, dass sie in der Ukraine geboren wurde. Demnach bezieht sich der Name \u0141ojew dann nicht auf \u0141ojewo im Kreis Inowroc\u0142aw, wie lange geglaubt wurde, sondern auf \u0141ojowce (vgl. \u0141ojowski, Stamm Radwan).<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">Ein Sohn des Jakob von Lojewski, der poln. Major Marcin \u0141ojewski oder nun Martin von Lojewski (1773-1818), besa\u00df die G\u00fcter Swierczyn, Szymkowo, Koziary, Borowska, Igliczyna und Rutkowizna im Kreis Strasburg (heute Brodnica) in Westpreu\u00dfen (vgl. von Ledebur, Plehn, S. 129\/131). Martin von Lojewski war 1812 Schwadronschef polnischer Ulanen unter General Jozef Niemojewski. (Strzezek, S. 98-99)<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">Ein Vetter des Martin v. L., Jan Nepomuk von Lojewski, wird in den Huldigungsakten von 1815 auf seinen G\u00fctern Stanislawowo und Klein Kreutsch (Krzycko Ma\u0142e) best\u00e4tigt (vgl. von Ledebur).<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">\u0141ojewski waren in Gro\u00dfpolen (Wojewodschaften Posen und Kalisch) zahlreich und ab 1595 urkundlich belegt. Es ist jedoch z. Zt. nicht festzustellen, ob diese nur zu einem Wappenstamm oder zu verschiedenen Wappenst\u00e4mmen geh\u00f6ren.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>2. von Lojewski, Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wappengeschichte<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-655\" title=\"image\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image1-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image1-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image1-719x1024.jpg 719w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/image1.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Mond_und_3Sterne.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-248\" title=\"Mond_und_3Sterne\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Mond_und_3Sterne-237x300.jpg\" alt=\"Mond_und_3Sterne\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Mond_und_3Sterne-237x300.jpg 237w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Mond_und_3Sterne.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_II.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-246\" title=\"lojewski_II\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_II-237x300.jpg\" alt=\"lojewski_II\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_II-237x300.jpg 237w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/lojewski_II.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220;:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ein Gem\u00e4lde des Familienwappens, das 1840 erstellt worden sein soll (oben) und als Vorlage des darunter abgebildeten und von der Symmetrie her korrigierten Wappens diente, tr\u00e4gt in einer Umschrift &#8222;Stamm Leliva&#8220;. In dieser Form ist das Wappen auch im Siebmacher Wappenbuch des Preu\u00dfischen Adels dargestellt, das 1857\/1878 erschien (unten).<\/p>\n<p>Das Wappen &#8222;Leliwa&#8220; hat jedoch nur einen Stern und einen Federbusch mit dem Wappenbild als Helmzier. In den Wappenlisten sind \u00a0keine Lojewski aufgef\u00fchrt. Es gibt jedoch eine Reihe \u00e4hnlicher Wappen mit Mond und drei Sternen, die tats\u00e4chlich eine Wappenerweiterung des Wappens &#8222;Leliwa&#8220; darstellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Leliwa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-121\" title=\"Leliwa\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Leliwa-237x300.jpg\" alt=\"Leliwa\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Leliwa-237x300.jpg 237w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Leliwa.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a><\/p>\n<p>aus: Leszczyc, Tafel 46<\/p>\n<p>Wappen dieser Art, bei denen die Sterne und auch der Mond in der Lage variieren k\u00f6nnen, werden auch &#8222;Ksi\u0119\u017cyc&#8220; (Mond) genannt. Es wird aber auch als Variante des Wappens &#8222;Sas&#8220; (Sas albo Ksi\u0119\u017cyc) beschrieben, welches meist von k\u00f6niglich preu\u00dfischen und pomerellischen Familien gef\u00fchrt wird. Es d\u00fcrfte erst um 1466 entstanden sein. Teilweise verdr\u00e4ngte es sogar \u00e4ltere Wappen. \u00c4hnlich wie heute Orden verliehen wurden, zeichnete K\u00f6nig Kazimierz IV. in oder nach dem dreizehnj\u00e4hrigen Krieg (1454-1466) verdiente Mitk\u00e4mpfer mit goldenen Sternen im Wappen aus.<\/p>\n<p>Verschiedene Historiker behaupten, erst nach den Schlachten gegen die T\u00fcrken 1620 bei Cecora und 1621 bei Choczim, bei denen sich das Aufgebot aus Pommerellen unter dem Wojewoden Gerhard Denhof (D\u00f6nhoff) und Jan Weyher durch besondere Tapferkeit auszeichnete, zum Andenken an diese glorreichen Feldz\u00fcge von Kaiser Leopold I. oder K\u00f6nig Zygmunt III. einer gro\u00dfen Anzahl pommerellischer Geschlechter gestattet, dieses Wappen mit Hinzuf\u00fcgung des Mondes zu f\u00fchren, resp. in ihre Wappen Halbmond und Sterne aufzunehmen. Es wurden diese dem alten Wappen nun in passender Weise angef\u00fcgt, wodurch Mond und Sterne mehrfach verschiedene Stellung erhielten. Wurde das Wappen als selbst\u00e4ndiges Wappen gef\u00fchrt, dann wurde das alte meist in den Helmschmuck gesetzt (vgl. Chamier-Glisczinski).<\/p>\n<p>&#8222;Das Wappen stammt urspr\u00fcnglich aus Sachsen, weshalb es auch &#8222;Sas&#8220; genannt wird. Von dort kam es nach Ungarn, wo es ein Graf Huyd f\u00fchrte, der sich 1236 mit einer nicht geringen Anzahl von Rittern, die ebenfalls dieses Wappen in ihrer Kriegsfahne f\u00fchrten, dem russischen F\u00fcrsten Lew anschloss, mit diesem und den Lithauern im Verein Masowien verw\u00fcstete. F\u00fcr seine Kriegsdienste wurde Huyd von dem F\u00fcrsten Lew mit reichen G\u00fctern beschenkt, auch gab ihm dieser eine nahe Verwandte zur Gemahlin, worauf sich Huyd in den russischen Landen (Galizien) niederliess, die sp\u00e4ter nach Polen kamen. Huyd und seine Ritter, die ebenfalls mit G\u00fctern bedacht waren, wurden die Stammv\u00e4ter vieler Familien, die das Wappen in Polen einb\u00fcrgerten&#8220; (Zernicki-Szeliga, 1904, S. 82; vgl. auch Sinapius, S. 596).<\/p>\n<p>Das Wappen\u00a0 &#8222;Sas&#8220; war daher ab dem 14. Jahrhundert bereits stark in Rot-Ru\u00dfland und Galizien verbreitet. Die Familien, die dieses Wappen f\u00fchrten, waren walachischer Abkunft [d.h. aus der Walachei] und ihre Ansiedlung erfolgte durch den polnischen K\u00f6nig mit der Absicht, sich einen Schutz gegen die t\u00fcrkisch-tatarische Gefahr zu sichern. Wyrostek nennt 230 Familien, die im 14. bis 16. Jahrhundert im St\u00e4dte-F\u00fcnfeck Sanok, Przemysl, Lwow, Halicz, Ko\u0142omyja ihre Wohnsitze hatten (S. 150-153 und 191).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?attachment_id=1031\" rel=\"attachment wp-att-1031\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1031\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Wappen-Sas-222x300.png\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Wappen-Sas-222x300.png 222w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Wappen-Sas-757x1024.png 757w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Wappen-Sas.png 761w\" sizes=\"(max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><\/p>\n<p>aus: Leszczyc, Tafel 72<\/p>\n<p>Es ist sicher, da\u00df &#8222;das Wappen Sas eine riesige figurale Spannweite hat, die so gro\u00df ist, da\u00df ein bequemer \u00dcbergang zu anderen und sogar zu mehreren Wappen m\u00f6glich ist, wie zu den Wappen Drzewica, Ko\u015bciesza, Leliwa, Lis, M\u0105drostki und evtl. Ogo\u0144czyk, Szeliga, auch Trzaska&#8220; (Wyrostek, 122).<\/p>\n<p>1557 ist ein Jakub \u0141ojowski in die polnische Kronenarmee eingetreten. Er geh\u00f6rte damit zu den 62 Personen, die in der Zeit von 1529 bis 1564 in den polnischen Milit\u00e4rdienst traten und diese Gruppe bildete terretorial die zahlreichste Mannschaft russischen Ursprungs. Die meisten kamen aus dem Bezirk von Kamieniec und die \u00dcbernahme polnischer Vornamen und Nachnahmen auf &#8222;ski&#8220;, waren das erste Zeichen bez\u00fcglich ihrer Polonisierung. Im Gegensatz zu den Rittmeistern siegelten ein Gro\u00dfteil der Familien, denen sie entstammten, mit dem Wappen &#8222;Sas&#8220; (Plewczy\u0144ski, S. 59-61 u. 65)<\/p>\n<p>Bartosz Paprocki nennt in seinem 1575 in Krakau erschienenen Werk \u00a0&#8222;Panosza&#8220; den &#8222;\u0141ojewski, Vogt von Ceremisk&#8220;, wegen seiner Tapferkeit in Podolien (vgl. Niesiecki, Bd. VI, S. 263; Stupnicki, S. 119).\u00a0 Nach Bia\u0142kowski, S. 106\/07 waren die B\u00fcrger von Czeremisk zu dieser Zeit von allen Aufgaben befreit und sogar zu S\u00f6ldnern ernannt, f\u00fcr die einzige Pflicht, &#8222;mit dem Starost gegen die Tataren reiten&#8220;.<\/p>\n<p>Es handelt sich hier ebenfalls um Jakub \u0141ojewski, der in dieser Zeit Vogt von Czeremisk oder Gorny Bar war und in einem in Warschau ausgestelltem Dokument, vom 1. April 1572, genannt wird: &#8222;Best\u00e4tigung der Privilegien des Leszek \u0141ojewski an der Vogtei im St\u00e4dtchen Gorny Bar nach dem Tod seines Bruders Jakub&#8220; (MK 110, k. 363-364. Leszek \u0141ojewski wird in einem weiteren Dokument erw\u00e4hnt, ausgestellt in Lublin, den 15. Mai 1589 (MK 135, k 597-597v [SKM IV, nr 639]). 1589 wurde ein Lesko Loiewski als \u201eadvocatus czemerissorum\u201c erw\u00e4hnt (Arkhiv, S. 181). Das bedeutet, da\u00df Leszek \u0141ojewski mit Lesko Loiewski identisch ist. Es ist jeweils die polnische und die russische Schreibweise des Vornamens. Beide geh\u00f6rten zu den \u0141ojowski aus \u0141ojowce am Dnjestr im Bezirk von Kamieniec in Podolien.<\/p>\n<p>Bei den beiden Ortsbezeichnungen Czeremisk und Gorny Bar handelt es sich um einen Stadtteil der heutigen Stadt Bar in der Ukraine ca. 65 km s\u00fcdwestlich von Winniza (Vinnycja) gelegen.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass die Stadt Trembowla (Terebowlja) in der heutigen Westukraine, das Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220; mit dem erh\u00f6hten mittleren Stern als Stadtwappen f\u00fchrt (Siebmacher, Galizien, St\u00e4dte, Bd. IV. 14, Tafel 346; Wikipedia). Trembowla war eine der Grenzfestungen Polens im Kampf gegen die Tataren (1453, 1498, 1508, 1516) und T\u00fcrken (1675 und 1688).<\/p>\n<p>Jurzak unterscheidet zwischen dem Wappen \u00a0&#8222;Trzy Gwiazdy&#8220; oder &#8222;Ines&#8220;, bei dem \u00a0die drei Sterne nebeneinander \u00fcber dem Mond stehen und dem Wappen &#8222;Ksi\u0119\u017cyc&#8220; oder &#8222;Sas, Variante Ksi\u0119\u017cyc&#8220; bei dem der mittlere Stern \u00fcberh\u00f6ht steht. Ersteres Wappen wird von 19 Familiennamen gef\u00fchrt und letzteres von 16. Der Name \u0141ojewski wird nicht erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Ksiezyc.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-435 size-medium\" title=\"Herb_Ksiezyc\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Ksiezyc-226x300.jpg\" alt=\"Herb_Ksiezyc\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Ksiezyc-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Ksiezyc.jpg 408w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Trzy_Gwiazdy.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-434\" title=\"Herb_Trzy_Gwiazdy\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Trzy_Gwiazdy-226x300.jpg\" alt=\"Herb_Trzy_Gwiazdy\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Trzy_Gwiazdy-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Herb_Trzy_Gwiazdy.jpg 408w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wahrscheinlich deshalb, weil es sich bei dem Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220; der \u00a0von Lojewski nicht um ein rein polnisches Wappen handelt.<\/p>\n<p>Ein Auszug aus dem heraldischen Musterbuch der podolischen Wojewodschaft der Jahre 1563-1565, nennt drei verschiedene Wappen f\u00fcr die \u0141ojowski. Danach siegelte ein Adam Misczowski mit dem Wappen &#8222;Sas&#8220; f\u00fcr Siemaszko \u0141ojowski und f\u00fcr Czo\u0142ha\u0144ski. Wasyl und Iwaszko \u0141ojowski siegelten mit dem Wappen &#8222;Radwan&#8220;\u00a0 und ein Stanis\u0142aw Wierzejski, Starost von Bar, siegelte mit dem Wappen &#8222;Jelita&#8220; f\u00fcr einen anderen Wasyl \u0141ojowski und sechs weitere Personen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?attachment_id=1014\" rel=\"attachment wp-att-1014\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1014\" src=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Lojowski_Siegel-300x255.png\" alt=\"\" width=\"380\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Lojowski_Siegel-300x255.png 300w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Lojowski_Siegel-768x652.png 768w, https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Lojowski_Siegel.png 816w\" sizes=\"(max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die beiden obigen Seitenabschnitte aus Wittyg, S. 10, darunter aus S. 13 und unten aus S. 16.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, da\u00df die polnischen Heraldiker stets nur das Wappen &#8222;Radwan&#8220; f\u00fcr die \u0141ojowski aus \u0141ojowce erw\u00e4hnen, d.h. auch f\u00fcr die Nachkommen des Siemaszko \u0141ojowski. Anscheinend war und ist ihnen die Quelle &#8222;Wypisy Heraldyczne z Ksi\u0105g Poborowych Wojew\u00f3dztwa Podolskiego z Lat 1563-1565&#8220; von Wiktor Wittyg unbekannt. Die Czo\u0142hanski f\u00fchren z. B. das Wappen &#8222;Sas&#8220; von 1399 bis in die Neuzeit (vgl. Gajl, Herbarz Polski, S. 423; Wyrostek, S. 75).<\/p>\n<p>Dieser Eintrag zeigt den bisher einzigen Bezug des Wappens &#8222;Sas&#8220; zu einem Vertreter unseres Namens au\u00dferhalb Preu\u00dfens und k\u00f6nnte der Beginn der Wappengeschichte sein, die sp\u00e4ter nach Preu\u00dfen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die \u0141ojowski (in lateinischen Dokumenten auch Loiowski, Loiewski), Erbherren des Ortes \u0141ojowce am Dnjestr, differenzierten sich 1578 in 5 Zweige. Sie wurden zu den russischen Familien des Adels in Podolien gerechnet (Bia\u0142kowski, S. 137).<\/p>\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Geschlecht erscheint in Preu\u00dfen mit Jakob Anton von Lojewsky, der durch seine Ernennung vom Fahnenjunker zum Cornet durch Kabinettsorder vom 6. Oktober 1744 erstmalig im Husaren-Regiment von Natzmer (Nr. 4) erw\u00e4hnt wird (Jany, S. 307). Er nahm an allen schlesischen Kriegen teil. Erw\u00e4hnt 1750 als Lieutenant, 1759 als Stabs-Rittmeister, 1762 als Rittmeister. Bef\u00f6rdert 1763 zum Major und 1770 ernannt zum Regiments-Kommandeur der gleichen Einheit. Der Orden &#8222;pour le m\u00e9rite&#8220; wurde ihm 1775 verliehen, 1780 Verabschiedung aus dem Dienst. Er starb 1793 in Gro\u00df Wartenberg in Niederschlesien (heute Sycow),\u00a0 im 75. Lebensjahr. Seine Ehefrau war Maria Magdalena Raschke.<\/p>\n<p>Jakob Anton von Lojewsky hat seine milit\u00e4rischen Erlebnisse aufgezeichnet, die 1843 unter dem Titel: &#8222;Selbstbiographie des Husaren-Obersten von &#8230;&#8230;ky oder: meine militairische Laufbahn im Dienste Friedrich des Einzigen&#8220; erschien. Eine etwas abge\u00e4nderte Version dieser Aufzeichnungen wurde 1934 unter abgewandeltem Nachnamen \u00a0als &#8222;Jakob Anton Friedrich Logan-Logejus&#8220; mit dem Titel: &#8222;Meine Erlebnisse als Reiteroffizier unter dem Gro\u00dfen K\u00f6nig in den Jahren 1741-1759&#8220; herausgegeben.<\/p>\n<p>George Adalbert von Lojewski (um 1746 &#8211; n. 1783) \u00e4ltester Sohn des Jakob Anton v. L. Eintritt in den Milit\u00e4rdienst um 1761; Teilnehmer des Siebenj\u00e4hrigen Kriegs (1756-1763).\u00a0 1781-1783 Wachtdienst im Kreis Militsch, Niederschlesien und 1815 als Tenutarius (P\u00e4chter k\u00f6niglicher L\u00e4ndereien) urkundlich genannt. Er war mit Josepha Helmin (Che\u0142mi\u0144ska) verheiratet.<\/p>\n<p>Charlotta von Lojewski (1748-1811), eine Tochter des Jakob Anton v. L., \u00a0heiratete Nikolaus Gustav Friedrich Leopold von Natzmer, (1732 &#8211; n. 1790), Oberst und Kommandeur des Husarenregiments Nr. 10, \u00a0Sohn des George Christoph von Natzmer, Generalmajor, Chef des Husarenregiments Nr. 4 (1694-1751). (vgl. GGT 1906, S. 526). Sie lebte um 1790 in Strasburg in Westpreu\u00dfen und wurde 1811 in Rumian in Westpreu\u00dfen beerdigt.<\/p>\n<p>Bei dem in den Adelslexika erw\u00e4hnten Major von Lojewsky handelt es sich um einen Sohn des Jakob Anton v. L., n\u00e4mlich Carl Jacob Anton Adalbert \u00a0v. L. (1750-1830), der im gleichen Regiment wie sein Vater diente und dem 1809 ebenfalls der Orden &#8222;pour le m\u00e9rite&#8220; verliehen wurde. Er war mit Wilhelmine Friederike Beata von Teichmann und Logischen (1772-1799) und mit Charlotte Philippine Caroline von Teichmann und Logischen (1774-1833) verheiratet, beide vom Gut Kraschen, Kreis Gro\u00df-Wartenberg in Niederschlesien (vgl. GGT 1912, S. 968).<\/p>\n<p>In dritter Generation diente in diesem Regiment Eugen Friedrich Jakob von Lojewski (1792-1807), der 1807 als Cornet (F\u00e4hnrich) mit 14 Jahren im Kampf gegen die napoleonischen Truppen bei Rudlauken in Ostpreu\u00dfen starb (siehe Angaben unter von Zedlitz-Neukirch).<\/p>\n<p>Sein Bruder August Wilhelm Albert von Lojewski (1794-1869), war zuletzt (1846) Oberstleutnant im 1. K\u00fcrassier-Regiment, Ritter des eisernen Kreuzes und des Roten Adler Ordens (siehe Angaben bei von Zedlitz-Neukirch als Rittmeister und bei von Ledebur als Major)<\/p>\n<p>Arthur von Lojewski (1825-1862), zuletzt (1859) Hauptmann der 2. Ingenieur-Inspektion, 3. Pionierabteilung des Ingenieurcorps (Magdeburg) und\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Oskar<\/span> August Jakob Sigismund von Lojewski (1825-1898), zuletzt (1865) Hauptmann im Infanterie-Regiment 46 (Posen), waren die S\u00f6hne des August Wilhelm Albert v. L.<\/p>\n<p>Mit <span style=\"text-decoration: underline;\">Arthur<\/span> Oskar Victor Karl August von Lojewski (1867-1911), Sohn des Oskar v. L., zuletzt (1905) Hauptmann im Landwehrbezirk II und Amtsanwalt in Berlin endet dieser Familienzweig im Mannesstamm.<\/p>\n<p>Gottlieb <span style=\"text-decoration: underline;\">Joseph<\/span> von Lojewski (1770-1858), ein weiterer Enkel des Jakob Anton von Lojewsky und Sohn des George Adalbert v. L., machte 1790-1793 eine Forstausbildung in Conradau, Kreis Gro\u00df Wartenberg in Niederschlesien. Er diente sicher in dem 1790 errichteten J\u00e4ger-Bataillon in Namslau, wo auch eine Schwadron des Husaren-Regiments Nr. 4 stand und sp\u00e4ter im Husarenregiment Nr. 10. Nach den Befreiungskriegen erhielt er eine Forstversorgung als k\u00f6niglich preu\u00dfischer (kgl. pr.) F\u00f6rster im Gebiet von Strasburg\u00a0 in Westpreu\u00dfen. Er ist der Stammvater eines gro\u00dfen Teils der heute in Deutschland lebenden von Lojewski und war mit Elisabeth von Niemojewski (1771-1845) verheiratet.<\/p>\n<p>Von seinen sieben S\u00f6hnen starben vier w\u00e4hrend der Choleraepidemie, die 1831 bis 1866 in Westpreu\u00dfen grassierte:<\/p>\n<p>Johann Josephus von Lojewski (1800-vor 1845), kgl. pr. Lehrer und Schulleiter in Miesi\u0105czkowo, Kreis Strasburg, war ohne Nachkommen.<\/p>\n<p>Ludovicus (Ludwig) von Lojewski (1804-1832), kgl. pr. F\u00f6rster in Gorzno, Kreis Strasburg. Dessen einziger Sohn Julius von Lojewski (1829-1909) war ebenfalls kgl. pr. F\u00f6rster, zuletzt in Pr\u00f6bbernau, Kreis Danziger Niederung. Auch dessen Sohn Hermann Oswald Hugo von Lojewski (1859-1942) war kgl. pr. F\u00f6rster in Pr\u00f6bbernau, sowie wiederum dessen Sohn Hermann Hugo von Lojewski (1893-1981) F\u00f6rster, zuletzt in Grasborn, Dassel-Relliehausen. Hugo Carl Victor von Lojewski (1866-1923), Oberingenieur zur See in Hamburg hatte einen Sohn Kuno Clemens Werner Hans von Lojewski (1890-vor 1947). Heinrich Otto Julius von Lojewski (1868-1934), ein weiterer Sohn des Julius v. L., war auch F\u00f6rster, zuletzt in Demmin in Mecklemburg-Vorpommern und auch dessen Sohn Hans Heinrich von Lojewski (1904-1936) war im Forstdienst, zuletzt im Kreis Senftenberg. Der Ludwig\u00b4sche Zweig ist heute im Mannesstamm ausgestorben.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anton<\/span> Ambrosius von Lojewski (1808-1879), kgl. pr. F\u00f6rster, zuletzt in Karlsthal, Kreis Stuhm. Von vier der f\u00fcnf S\u00f6hne, leben Nachkommen heute in Deutschland: 1. Josef Karl von Lojewski (1840-1919) lebte zuletzt in Erfurt. Dessen Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">Albert<\/span> Bruno Paul von Lojewski (1874-1939), war Prokurist einer Papierfabrik in Neustadt\/Schwarzwald. Ein weiterer Sohn war <span style=\"text-decoration: underline;\">Max<\/span> Friedrich Wilhelm Konstanz von Lojewski (1878-1919), Redakteur in Leipzig. Ein Neffe von ihm war Werner von Lojewski (1907-1980), Journalist, dem Vater von Prof. Dr. G\u00fcnther von Lojewski (1935), zuletzt Intendant des SFB. 2. Heinrich <span style=\"text-decoration: underline;\">Marian<\/span> von Lojewski (1844-1905), kgl. pr. F\u00f6rster, zuletzt in Guttau, Kreis Thorn. Dessen Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">Max<\/span> Anton Ferdinand von Lojewski (1874-1944), war zuletzt Konrektor in Rathenow; dessen Enkel war G\u00fcnter von Lojewski (1935-vor 1998), Journalist der &#8222;Medical Tribune&#8220;, dem Vater von Britta von Lojewski (1963), Moderatorin, Journalistin. Weitere S\u00f6hne des Heinrich Marian v. L. waren Paul Leopold von Lojewski (1883-1932), Regierungsobersekret\u00e4r in M\u00fcnster, Reinhold Albert von Lojewski (1887-1969), Ingenieur zur See in Hamburg, hatte zwei S\u00f6hne: Lothar Reinhold Friedrich von Lojewski (1919-1999) kriegsinvalide und Fred Reinhold Paul von Lojewski (1923-1982) hatte einen Maler- u. Lackierereibetrieb, dessen Sohn Walter August Egon von Lojewski (1950), Maler u. Lackierer. 3. Heinrich von Lojewski (1846-1870), Gefreiter des Ostpreu\u00dfischen J\u00e4gerbataillons Nr. 1, gefallen in der Schlacht bei W\u00f6rth im Elsa\u00df.\u00a0 4. Julius Bartholom\u00e4us von Lojewski (1849-1930), zuletzt Kreistierarzt und Veterin\u00e4rrat in Lyck, Ostpreu\u00dfen. Sein einziger Sohn Erich Walter <span style=\"text-decoration: underline;\">Paul <\/span>von Lojewski (1875-1946) war Rechtsanwalt und Notar in Johannisburg, Ostpreu\u00dfen. Die einzige Tochter Marie-Louise <span style=\"text-decoration: underline;\">Susanne<\/span> von Lojewski (1909-?), Journalistin in K\u00f6nigsberg, ist 1945 verschollen.<\/p>\n<p>Damasius von Lojewski (1809-1848), Dolmetscher, gerichtlicher Protokollf\u00fchrer in L\u00f6bau, B\u00fcrgermeister von Kauernik, Kreis L\u00f6bau. Er hatte zwei S\u00f6hne: 1. Damasius Napoleon <span style=\"text-decoration: underline;\">Alexander<\/span> von Lojewski (1837-1875), 1863 als Musikus erw\u00e4hnt. Dessen beide S\u00f6hne Arnold von Lojewski (1863-1908) und Hugo von Lojewski (1866-1917) wanderten 1882 bzw. 1889 in die USA aus. 2. Damasius <span style=\"text-decoration: underline;\">Hipolit<\/span> von Lojewski (1841-1877).<\/p>\n<p>Franziskus von Lojewski (1811-vor 1845). Erw\u00e4hnt 1832 und 1833 als Taufpate im Kreis Strasburg.<\/p>\n<p>Aloysius von Lojewski (1815-1882), kgl. pr. F\u00f6rster, zuletzt in Sch\u00f6nbr\u00fcck, Kreis Graudenz. Von zwei der neun S\u00f6hne leben heute Nachkommen in Deutschland: Leo Alexander von Lojewski (1837-1867), Forstaufseher in Rehhof bei Marienwerder, kriegsinvalide, hatte einen Sohn Hermann Franz Alexander (v.) Lojewski (1864-1920), Polizeibeamter, von dessen drei S\u00f6hnen fielen zwei im 1. Weltkrieg: Carl Friedrich (v.) Lojewski (1896-1915), Erich (v.) Lojewski (1900-1917), Hermann Carl Richard (v.) Lojewski, (1894-1962), Sparkassenoberinspektor, dessen Sohn Karl-Hans (v.) Lojewski, (1922-1982), Dr. med., Leitender Arzt in Herzberg, dessen Sohn Michael Hans Hermann (v.) Lojewski, (1959), Dr. med., Augenarzt in Herzberg. Ein weiterer Sohn des Aloysius von Lojewski war Josef <span style=\"text-decoration: underline;\">Ferdinand<\/span> von Lojewski (1839-1912), kgl. pr. Lehrer, zuletzt in Graudenz. Der \u00e4lteste Sohn Wladislaw von Lojewski (1866-1942), war M\u00f6belfabrikant in Dirschau. Dessen Sohn Max von Lojewski (1897-?) besa\u00df in Graudenz eine Konditorei. Der einzige Sohn Johann von Lojewski (1921-1994) lebte kriegsinvalide in Bremen. Weitere Nachkommen des Josef Ferdinand v. L. waren <span style=\"text-decoration: underline;\">Clemens<\/span> Ambrosius von Lojewski (1884-1946), zuletzt Regierungsoberinspektor in Berlin. Dessen Sohn Albert Clemens <span style=\"text-decoration: underline;\">Dietrich<\/span> von Lojewski (1912-1992), Dr. med. vet. Tierarzt im Kreis Einbeck, sp\u00e4ter medizinisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Pharmazie. Er war der Vater von <span style=\"text-decoration: underline;\">Henning<\/span> Dietrich von Lojewski (1941-2006), Ingenieur und von G\u00f6tz Hasso Dietrich von Lojewski (1944), Lehrer. Adalbert Johann von Lojewski (1885-?), 1930 Bergmann in Recklinghausen. Dessen Sohn Erich von Lojewski (1906-?), 1935 Bergmann in Datteln.\u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\">Paulus<\/span> Ferdinand von Lojewski (1890-1959) war B\u00e4ckermeister in Mittenwalde bei Berlin. Auch dessen Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">Kurt<\/span> Clemens (1922-1996) lebte dort wie der Sohn <span style=\"text-decoration: underline;\">Bernd<\/span> Kurt von Lojewski (1948).<\/p>\n<p>Friedrich Wilhelm von Lojewski starb 1817 als Kleinkind.<\/p>\n<p><strong>3. von Lojewski in Ostpreu\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Der Name dieses Geschlechtes leitet sich nicht, wie einige Autoren behaupten, von dem Dorf Loyen (heute \u0141oje), Kreis Lyck (heute E\u0142k) ab, sondern diese von Lojewski sind Nachkommen von Einwanderern aus den s\u00fcdlich gelegenen Stammsitzen \u0141oje-Awissa (50 km entfernt) und sicherlich auch aus \u0141ojewo (heute \u0141ojki, 30 km entfernt).<\/p>\n<p>1504 wurde den Vettern Michael und Matthias Loy \u00a0ein unadliges Lehen von 7 Hufen, 15 Morgen verschrieben, auf dem der Ort Loyen entstand. Diese sollen nach Bialunski Nachkommen des Cristin, genannt \u0141oj aus G\u0142azewo, sein, der 1439 den Ort \u0141oje an der Wissa gr\u00fcndete (siehe \u0141ojewski, Wappen Jezierza).<\/p>\n<p>In den Lehnsregistern werden die ersten in Loyen ans\u00e4ssigen Lojewski \u00a0erst 1662 mit geringem Landbesitz als Freibauern erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Ein Dokument best\u00e4tigt die Abstammung aus dem s\u00fcdlich gelegen Masowien, aus dem Bereich, in dem die Stammg\u00fcter \u0141oje-Awissa und \u0141oje-Gr\u0119\u017cko liegen.<\/p>\n<p>&#8222;Der edele Jakob Lojewski aus dem Amt Razilow des Herzogtums Masowien kauft 1557 das Gut Sordachen, nebst aller L\u00e4ndereien von dem edelen Adam Woydowski, bestallter Advocat aus dem Gro\u00dfherzogtum Litauen. Dieser hatte Sordachen einst von Hieronimus Sordach gekauft.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sp\u00e4ter waren die L[ojewski] als b\u00e4uerliche Grundbesitzer zahlreich im Lyckschen verbreitet, hatten ihren Hauptsitz in Sordachen und scheinen den Adel angenommen (vielleicht auch wieder hergeholt) zu haben in Besitzes der Adligen Anteile in Borken und Glinnen (Glinken) und ihrer Verschw\u00e4gerung mit den dortigen Adelsfamilien&#8220; (Gallandi)<\/p>\n<p>Sordachen (ab 1938 Sorden), ein Freidorf 7 km \u00f6stlich von Lyck in Ostpreu\u00dfen. Nach Amtsrechnung von 1694 sitzen 5 (Land-)Wirte des Namens Lojewsky auf 9 Hufen und 25 Morgen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich haben nur diejenigen Lojewski ihren Adel erhalten k\u00f6nnen, die Anteile in folgenden Adelsg\u00fctern besa\u00dfen:<\/p>\n<p>1. Borken (heute Borki), Kreis Lyck, 2. Glinken (heute Glinki), Kreis Lyck, 3. Kobylinnen (heute Kobylin), Kreis Lyck, 4. Leegen (heute Lega), Kreis Lyck<\/p>\n<p>In Borken waren 2 Linien ans\u00e4ssig, von denen die \u00e4ltere im Laufe der Zeit ihren Besitz nach Glinken verlegte.<\/p>\n<p>Die \u00e4ltere Linie beginnt mit dem Polen Justin [von] Lojewski, der 1739 in Borken erscheint. Er hatte durch seine Frau (sicher Anna Dorothea von Glinski), die er 1743 heiratete, 2 Hufen mitbekommen.<\/p>\n<p>Die S\u00f6hne Michael von Lojewski, erw\u00e4hnt 1784 und 1808 auf Borken, gestorben vor 1815 ohne Nachkommen und Johann von Lojewski (1745-1807). Letzterer war 2 Mal verheiratet: 1. Charlotte von Kobylinski (1740-1780), 2. Anorthe von Brzoska (1759-1825), beide aus Borken.<\/p>\n<p>Deren S\u00f6hne waren Johann von Lojewski (1771-1807), ohne Nachkommen; Bernhard von Lojewski (1775-1845), 1807 Feldwebel im Husaren-Regiment Nr. 5 (v. Prittwitz), ohne m\u00e4nnliche Nachkommen; Ludwig von Lojewski (1783-1847) adeliger Anteilsbesitzer in Borken; Friedrich von Lojewski (1797-1851), adeliger Schulz in Glinken.<\/p>\n<p>Ludwig v. L. hatte nur einen Sohn Carl von Lojewski (1820-1865), der ohne Nachkommen blieb.<\/p>\n<p>Friedrich v. L. hatte 3 S\u00f6hne: Johann Friedrich von Lojewski (1836-1899); Johann Carl von Lojewski (1839-1917), ; Gottfried von Lojewski (1842-1846).<\/p>\n<p>Der \u00e4ltere Sohn Johann Friedrich v. L. wurde 1852 und 1880 als Besitzer von Nowaken erw\u00e4hnt, sp\u00e4ter als Landwirt in Gro\u00df Rosinsko, beide Kreis Johannisburg, erw\u00e4hnt. Er war 2 Mal verheiratet: 1. Julie Kruska (1843- vor 1894) aus Gro\u00df Rosinsko; 2. Charlotte Seller (1859-?) aus Soltmahnen. Aus der 1. Ehe stammen Carl von Lojewski (1863-um 1932); Friedrich von Lojewski (1865-?); Leopold von Lojewski (1870-1953); Johann von Lojewski (1873-1873) und aus der 2. Ehe Richard von Lojewski (1878-1944) ; Rudolph von Lojewski beide kinderlos.<\/p>\n<p>Der mittlere Sohn Johann Carl v. L., Kupferschmiedemeister in Gumbinnen, war auch 2 Mal verheiratet: 1. Julianne Regentrop (1840-1881) aus Bartenstein; 2. Wilhelmine Meding (1844-1933). Aus der 1. Ehe stammt eine Tochter und aus der 2. ein Sohn.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngere Linie in Borken beginnt mit Johann von Lojewski aus Sordachen, verheiratet\u00a0mit Catharina von Langheim, erhielt 1770 von seinem Schwiegervater 2 Hufen auf Borken.<\/p>\n<p>Ein Ururenkel von ihm war Carl Fritz Willi von Lojewski (1872-1921), der im 5. Badischen Feldartillerie-Regiment Nr. 76 als Oberveterin\u00e4r, ab 1909 im Magdeburgischen Train-Bataillon Nr. 4 als Stabsveterin\u00e4r diente und als Generaloberveterin\u00e4r ausschied.<\/p>\n<p>Die Linie in Glinken beginnt mit Andreas von Lojewski, Sohn des Daniel von Lojewski, beide auf Glinken Nr. 8, starb 1737.<\/p>\n<p>Ein Urenkel von ihm war der in der Adelsliteratur erw\u00e4hnte, 1821 verstorbene Captain v. L. des 12. Infanterie-Regiments, \u00a0Friedrich Ludwig von Lojewski, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz (vgl. von Zedlitz-Neukirch).<\/p>\n<p>Die Linie in Kobylinnen beginnt mit Andres [von] Lojewski. Die Huldigungsliste vom 1.11.1714 bezeichnet ihn als dem Adel zugeh\u00f6rig.<\/p>\n<p>Die Linie in Leegen beginnt mit Albrecht von Lojewski, geboren 1684, adliger Einsa\u00df zu Leegen, Kreis Lyck, war 1732 Vasall.<\/p>\n<p>Die heute in Deutschland lebenden von Lojewski aus Ostpreu\u00dfen stammen haupts\u00e4chlich aus den G\u00fctern Borken und Glinken ab.<\/p>\n<p>Die Wappenzugeh\u00f6rigkeit dieses Geschlechts ist nicht eindeutig. Einige \u00a0Autoren nennen das Wappen Samson. Immerhin ist Lojki nur 30 km entfernt. Die Herkunft des Stammvaters Jakob Lojewski aus dem Amt Razilow deutet mehr auf das Wappen Jezierza hin. Sicher stammen die von Lojewski in Ostpreu\u00dfen nicht nur von einem aus Masowien eingewanderten Stammvater ab.<\/p>\n<p>Der bekannte Journalist Wolf von Lojewski (1937) ist nicht n\u00e4her mit dem oben angegebenen ostpreu\u00dfischen Adelsgeschlecht verwandt. Im Gegensatz zu der Darstellung in seinem Buch &#8222;Live dabei&#8220;, Seite 18, geh\u00f6ren die in Westpreu\u00dfen vorkommenden von Lojewski auch nicht zu seinen Vorfahren.<\/p>\n<p>Dessen sichere Stammreihe beginnt mit Johann (Loiewsky) Lojewski (1832\/35-nach 1871), sicher* der Sohn des Jacob Loiewsky, Wirth in Gollubien B, Kirchspiel Pissanitzen, Kreis Lyck und dessen Ehefrau Albertine, geb. Wi\u015bniewski. Anl\u00e4sslich der Heirat 1863 mit Louise Oliass (1837\/39-nach 1871) wird Johann Lojewski als Wirthssohn in Gollubien B genannt. Der Ehe entstammen 4 Kinder. Alle starben im Kindesalter bis auf Gottlieb Lojewski (1869-1936), 1900\/2 erw\u00e4hnt als Chaussee-Aufseher in Graywen, Kreis L\u00f6tzen, zuletzt Oberstra\u00dfenmeister i. R. in L\u00f6tzen\/Ostpreu\u00dfen. Nachkommen aus der Ehe mit Luise Dziedo (1873-1951) waren Walter Lojewski (1896-1960); Martha Lojewski (?-?); Max Wilhelm Lojewski (1900-?); K\u00e4the Lojewski (1902-nach 1970); Erich von Lojewski (1909-1970), Redakteur\/Journalist in Kiel, Vater von Wolf von Lojewski; Alfred von Lojewski (1910-1986), zuletzt (1941) Hauptmann der Luftwaffe, sp\u00e4ter Handelsvertreter in M\u00fcnster, Vater von Volker-Michael von Lojewski (1955-2014), Diplom-Informatiker in M\u00fcnster. Dessen Ehefrau Prof. Dr. Ute von Lojewski (1955), seit 2008 Pr\u00e4sidentin der Fachhochschule M\u00fcnster.<\/p>\n<p>*Die Geburtsjahre differieren mit den Altersangaben der Hochzeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf \u00a0preu\u00dfischem Herrschaftsgebiet sind drei verschiedene von Lojewski-Geschlechter zu unterscheiden: 1. von Lojewski, Wappenstamm &#8222;Samson&#8220; in S\u00fcdpreu\u00dfen (sp\u00e4ter Gro\u00dfherzogtum Posen) und Westpreu\u00dfen 2. von Lojewski, Wappen &#8222;Mond und drei Sterne&#8220; in Schlesien und Westpreu\u00dfen 3. von Lojewski in Ostpreu\u00dfen 1. von Lojewski, Wappenstamm &#8222;Samson&#8220; Das in der preu\u00dfischen Adelsliteratur erw\u00e4hnte, im Gro\u00dfherzogtum Posen beg\u00fcterte Geschlecht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?p=74\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">von Lojewski in Preu\u00dfen<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74"}],"version-history":[{"count":307,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1203,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions\/1203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}