{"id":827,"date":"2016-12-23T19:29:59","date_gmt":"2016-12-23T17:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/sonicduck.de\/wappenkunde\/?p=827"},"modified":"2019-06-20T18:36:43","modified_gmt":"2019-06-20T16:36:43","slug":"in-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonicduck.de\/wappenkunde\/?p=827","title":{"rendered":"Die Grafen Loiewski im Zarenreich Russland"},"content":{"rendered":"<p>Vermutlich stammt diese Familie von den \u0141ojowski aus \u0141ojowce im Gebiet von Kamieniec in Podolien ab. Die fr\u00fcheste Erw\u00e4hnung ist in der Stadt Odessa, oberhalb des M\u00fcndungsgebietes des Dnjestr, etwa 400 km s\u00fcd\u00f6stlich des Stammortes \u0141ojowce. Die anderen Ursprungsorte der \u0141ojewski liegen viel weiter entfernt und liegen in Masowien, also im Norden des heutigen Polens. Im ganzen Gebiet der s\u00fcd\u00f6stlichen Ukraine gibt es aus dem 19. Jahrhundert Nachrichten \u00fcber die \u0141ojewski\/\u0141ojowski.<\/p>\n<p>Weshalb dieser Name mit &#8222;i&#8220; an dritter Stelle statt mit &#8222;j&#8220; gechrieben wird, kann daran liegen, weil in lateinischen Dokumenten der Name \u0141ojewski bzw. \u0141ojowski stets mit &#8222;i&#8220; erscheint. So wird z. B. der adlige Lesko \u0141ojowski, 1602 Besitzer des Dorfes Tatarziszce und damit eindeutig ein Angeh\u00f6riger der \u0141ojowski aus \u0141ojowce, in einem russischen Dokumentenwerk als &#8222;nobilis Leskonis Loiewski&#8220; bezeichnet &#8211; die Dokumente sind in Latein geschrieben.\u00a0 An anderer Stelle wird Lesko Loiewski als &#8222;advocatus Czemerissorum&#8220; genannt.<\/p>\n<p>(www.pseudology.org\/History\/ArchiveYZRussii\/8_01a.pdf\u00a0\u00a0 &#8211; \u00a0 Seite 181; 278, Dokument I )<\/p>\n<p>Auch kann die \u00dcbertragung von der polnischen Schreibweise in die russisch-kyrillische und deren R\u00fcck\u00fcbertragung in die lateinische Schrift zu dieser \u00c4nderung gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Durch die polnischen Teilungen kam das ganze Gebiet entlang des Dnjestr, von Kamieniec Podolski (heute Kam&#8217;anec Podils&#8217;kyj) bis Odessa, zum Russischen Kaiserreich und damit auch der bisher polnische Adel, der nun zum russischen wurde. Eine Standeserhebung konnte nur au\u00dferhalb Polens erfolgen, da der polnische Adel keine Standesunterschiede erlaubte.<\/p>\n<p>Die Grafenfamilie Loiewski erscheint mit Alexander B. Graf Loiewski, Diplomat des Russischen Kaiserreichs.<\/p>\n<p>Er wurde am 30. September 1884 als Sohn des Clement Loiewski und dessen Ehefrau Jean, geb. Berghoff in Odessa geboren (lt. amerikanischem Heiratsdokument von 1963). Sein Vater soll ein sehr erfolgreicher Jurist gewesen sein. Der Vorname der Mutter ist in anglo-amerikanischer Form angegeben &#8211; er d\u00fcrfte Johanna gewesen sein.<\/p>\n<p>Erste Heirat mit Marguerite Gr\u00e4fin Cassini, Tochter des russischen Diplomaten Arthur Pavlovic Nicolas Cassini, Maquis de Capuzucchi di Bologna, Graf de Cassini (1836-1913), Botschafter des Russischen Kaiserreichs in den USA unter den Regierungen von William Kinley und Theodore Roosevelt. Sie wurde 1882 in Bukarest (Rum\u00e4nien) geboren.<\/p>\n<p>1917 Flucht nach Florenz, wo sie sich dann nur noch Cassini nannten. Der Name Loiewski ist in den Dokumenten zwar noch vorhanden, wird aber als Nachname und Titeltr\u00e4ger nicht gef\u00fchrt. Kinder aus dieser Ehe: Oleg Aleksandrovich Graf Loiewski (1913-2006) und Igor Graf Loiewski (1915-2002). Die Familie wanderte in die USA aus, wo sie dann nach ihrer Einb\u00fcrgerung auch ihre Adelstitel verloren. Marguerite Cassini Loiewski starb 25. September 1961 in New York.<\/p>\n<p>Zweite Heirat am 25. Januar 1963 in Arlington, Virginia mit Linda Ruth Zweifel, geb. Erhardt. Sie wurde 1931 in Stuttgart geboren. Beide waren in New York wohnhaft. Alexander B. Loiewski starb 1968.<\/p>\n<p>Der \u00e4lteste Sohn Oleg Aleksandrovich Graf Loiewski wurde am 11.4.1913 in Paris, Ile de France, geboren. Er wuchs in Italien auf, studierte Kunst in Florenz und im dortigen Modesalon seiner Mutter entwarf er seine ersten Kleidungsst\u00fccke. 1936 Immigration und 1942 Einb\u00fcrgerung in die USA. Lt. Einb\u00fcrgerungszertifikat nannte er sich vorher Oleg Cassini Loiewski und nachher Cassini, Oleg Loiewski. Im 2. Weltkrieg war er 1. Lieutenant bei der US Army. Sp\u00e4ter nannte er sich nur noch Oleg Cassini. Unter diesem\u00a0 Namen wurde er als Modesch\u00f6pfer der Glamourwelt Hollywoods und des Wei\u00dfen Hauses weltber\u00fchmt. Oleg Cassini entwarf nicht nur Damenbekleidung, sondern er war auch Designer von Wohnungseinrichtungen und Autoausstattungen.<\/p>\n<p>Oleg Cassini war dreimal verheiratet und hatte aus zweiter Ehe zwei T\u00f6chter. Nach seiner zweiten Ehe war er mit Grace Kelly verlobt &#8211; sie hat aber sp\u00e4ter Rainier F\u00fcrst von Monaco den Vorzug gegeben. Oleg Loiewski Cassini starb am 17.3.2006 in Manhasset, New York.<\/p>\n<p>Der zweite Sohn Igor Graf Loiewski wurde am 20.9.1915 in Sewastopol (Krim), Russland geboren und wuchs ebenfalls in Italien auf und lebte bis 1935 in Florenz. Noch im gleichen Jahr immigrierte er in die USA. Auch sein Name machte die gleiche Verwandlung mit wie es schon bei seinem \u00e4lteren Bruder beschrieben wurde &#8211; er nannte sich nach seiner Einb\u00fcrgerung Igor Cassini.<\/p>\n<p>Er wurde bekannt als Kolumnist unter dem Schriftstellernamen &#8222;Cholly Knickerbocker&#8220; und war beim Washington Times-Herald und sp\u00e4ter beim New York Journal-American.<\/p>\n<p>Igor Loiewski (Ghighi) Cassini war f\u00fcnfmal verheiratet. Aus der zweiten Ehe stammt eine Tochter und aus der dritten Ehe ein Sohn. Igor Cassini starb am 5.1.2002 in New York.<\/p>\n<p>Weitere Informationen im Internet, z. B. Wikipedia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vermutlich stammt diese Familie von den \u0141ojowski aus \u0141ojowce im Gebiet von Kamieniec in Podolien ab. Die fr\u00fcheste Erw\u00e4hnung ist in der Stadt Odessa, oberhalb des M\u00fcndungsgebietes des Dnjestr, etwa 400 km s\u00fcd\u00f6stlich des Stammortes \u0141ojowce. 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